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Die Preisverleihung des Global Goals Wirkungsfonds 2019

Am 21. Februar 2019 wurde der diesjährige Global Goals Wirkungsfonds-Preis 2019 im Social Impact Lab Bonn vergeben. Sechs Initiativen, die in den Bereichen Bildung, Nachbarschaft und Inklusion einen Beitrag zur Erreichung der Global Goals leisten, präsentierten ihre Konzepte vor einer Expertenjury. Welches Team erhielt den diesjährigen Wirkungsfonds-Preis für die Umsetzung ihrer sozialinnovativen Geschäftsidee?

Der Wirkungsfonds ist ein etablierter Preis für Social Startups, -Entrepreneurs und Initiativen, der seit 2016 vergeben wird. Er richtete sich an Teilnehmer*innen der Global Goals Challenge und Alumni von Social Impact, die in den Bereichen Bildung, Inklusion und/oder Nachbarschaft wirken.

Aus über 50 Bewerber*innen für den Global Goals Wirkungsfonds wurden die 6 Finalist*innen (élben, ichó systems, Institut für Inklusive Bildung, Mein Herz lacht, One Week Experience und Quinoa Bildung) durch ein öffentliches Voting im Januar 2019 mit insgesamt rund 19.000 Stimmen und einer Expertenjury ausgewählt.

Perspektivenwechsel als Vorbereitung für den finalen Pitch

Am Vortag der großen Preisverleihung gab es für die Finalist*innen die Möglichkeit sich durch ein Pitchtraining mit Janine Steeger auf den finalen Pitch vor einer Expertenjury und dem Publikum vorzubereiten.

Am Morgen des 21. Februar widmeten sich die Teams in einem Boostworkshop mit Expert*innen den folgenden vier Themenbereichen: Fundraising und Finanzierung; Gemeinnützigkeit und Rechtsform; Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Personalführung und Organisationsentwicklung. Jedes Team erhielt dabei Zeit um den Expert*innen ihre Idee und aktuellen Herausforderungen vorzustellen.

„Es gibt immer Herausforderungen während einer Gründung, wodurch wir jedem mit auf dem Weg geben möchten, dass es sich lohnt immer wieder aufzustehen, neu zu fokussieren und durch verschiedene Blickwinkel zu sehen, wie wertvoll es ist weiterzumachen.“

Svanja Kleemann (One Week Experience).

Kritische Fragen, eine Begegnung auf Augenhöhe und Perspektivenwechsel waren dabei essenziell, um mit neuen Denkanstößen und Energie in die bevorstehende Präsentation zu gehen.

„Für uns war es sehr inspirierend und erfolgreich, aber ehrlich gesagt auch umfangreich.  Es ist wichtig sich zu fokussieren. Gerade in der Wachstumsphase kann nicht alles gleichzeitig erledigt werden. Daher ist es hilfreich gewesen einen Blick von außen zu erhalten.“,

berichtet Dr. Jan Wulf-Schnabel (Institut für Inklusive Bildung) nach dem Boostworkshop.
Willkommen zu der Global Goals Wirkungsfonds-Preisverleihung 2019

Es waren nicht nur für die Finalist*innen aufregende letzte Minuten bis zu der offiziellen Eröffnung, sondern auch für deren Gäste, Freunde, Familien und anwesenden Expert*innen. Nun hieß es durchatmen und die letzten Gedanken für den finalen Pitch sammeln. Der rege Austausch der Gäste verstummte voller Erwartungen an den Abend, als die Veranstaltung begann. Eröffnet wurde die diesjährige Global Goals Wirkungsfonds-Preisverleihung durch Norbert Kunz (Social Impact gGmbH), Gunhild Busch (Social Impact Lab Bonn) und Alexander Gallas (Deutsche Bank AG).

Ein Highlight folgte dem Anderen

Die Paneldiskussion der späteren Expertenjury mit Ruth-Anne Damm (Heimatsucher e.V. , Vorjahresgewinner des Wirkungsfonds-Preises), Michael Kaps (Deutsche Bank), Norbert Kunz (Social Impact), Christina Marx (Aktion Mensch) und Susanne Peitzmann (Evonik Stiftung) bot eine gute thematische Einstimmung zum Thema: „Wie können Kooperationen zwischen Unternehmen und sozialen Initiativen einen Beitrag zu mehr Zusammenhalt und mehr Chancengerechtigkeit in Politik und Zivilgesellschaft leisten?“.

Eine Veränderung kommt nur durch Zusammenarbeit, Vernetzung und einen verstärkten Austausch zwischen sozialen Initiativen mit bestehenden Unternehmen und Institutionen. Ruth-Anne Damm von Heimatsucher e.V. gab einen spannenden Einblick auf ihre Herangehensweise an Gesprächen mit Förderpartner*innen und riet mit folgender Fragestellung in Kooperationsanfragen zu gehen: „Wenn du gut findest, was wir tun, was braucht es dann, damit du uns förderst?“. Auch Susanne Peitzmann von der Evonik Stiftung ermöglichte den Veranstaltungsgästen einen Perspektivenwechsel aus Stiftungssicht:

„Rufen Sie einfach in der Stiftung an und reden Sie mit uns, bevor Sie viel Mühe in einen Antrag stecken. Im direkten Kontakt merkt man schnell, ob es passt und ob man helfen kann.“

Woran erkennt man Pioniere?

Der Special Guest des Abends Dr. Eckart von Hirschhausen erfreute die Gäste nicht nur mit viel Humor, sondern auch kritischem Wachrütteln: „Woran erkennt man oft Pioniere – an den Pfeilen im Rücken. Startups, die sozialen Impact haben, brauchen Wind im Rücken, professionelle Unterstützung, Anerkennung und Aufmerksamkeit. Und deshalb bin ich gerne zum Wirkungsfonds-Finale gekommen, weil ich inspirierter gehe, als ich gekommen bin.“

Wir gratulieren den Gewinner*innen des Wirkungsfonds 2019

Als Höhepunkt des Abends präsentierten die 6 Finalist*innen ihre Geschäftsidee vor der Expertenjury und dem Publikum. Nach den inhaltlich beindruckenden, aber auch teilweise sehr emotionalen Projektepräsentationen traf die Expertenjury folgende Entscheidung und kürten die drei Gewinnerteams für den Wirkungsfonds-Preis 2019:

  1. Ichó systems
  2. Institut für Inklusive Bildung
  3. Mein Herz lacht

ichó ist ein interaktiver Ball zur Förderung von kognitiv erkrankten Menschen, der z.B. Demenzkranken individuelle Möglichkeiten eröffnet, um spielerisch ihre Lebensqualität zu steigern.

Das Institut für Inklusive Bildung qualifiziert Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen zu Dozent*innen an Hochschulen für (künftige) Fach- und Führungskräfte im sozialen Sektor.

Mein Herz lacht ist eine krankheitsübergreifende on- und offline Selbsthilfe-Community für Eltern schwerbehinderter Kinder, in der die besonderen Bedürfnisse der Eltern (nicht die ihrer Kinder), im Fokus stehen.

Die Jury zeichnete die Projekte ichó mit 20.000 EUR, Institut für Inklusive Bildung mit 10.000 EUR und Mein Herz lacht mit 5.000 EUR aus. Neben der finanziellen Unterstützung erhält ichó zudem einen exklusiven Zugang zum Ashoka European Changemaker Summit in Barcelona sowie eine Crowdfunding-Beratung.

Die Erreichung der Global Goals durch starke Partnerschaften

Soziale Innovationen können nur gemeinsam ermöglicht werden. Wir bedanken uns bei Deutsche Bank, Aktion Mensch, unserem Special Guest Dr. Eckart von Hirschhausen, unseren Panel-Teilnehmer*innen, der Expertenjury, den Finalist*innen und natürlich unserem Publikum für einen unvergesslichen Wirkungsfonds 2019!

Weitere Bilder der Preisverleihung für den Wirkungsfonds-Preis laden wir in unserem Facebook-Album hoch und den gesamten Abschlusspitch der Sozialunternehmer*innen stellen wir dort auch zur Verfügung.

Angelina Probst, Kommunikation