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Das Zukunftscamp 2020: „Bereicherndes Networking und inspirierender Austausch“

Am 12. November startete das Global Goals Lab 2020/21 mit dem Zukunftscamp. Bei dem digitalen Barcamp tauschten sich knapp 100 Sozialunternehmer*innen und Mitarbeitende der Projektinitiatoren zu dem diesjährigen Fokusthema „für weniger Ungleichheiten und gute Arbeitsbedingungen“ aus. 

Ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant, offenbarte das digitale Format völlig neue Optionen: Durch die lokale Entkoppelung war es den am Global Goals Lab teilnehmenden Sozialunternehmen möglich, bereits zur Eröffnungsveranstaltung zusammen und in den Austausch zu kommen und sich mit anderen Projekten aus dem gleichen Wirkungsbereich über die Veranstaltung hinaus zu vernetzen.

Dass dies ganz im Sinne des Gesamtprogrammes ist, fasste Social Impact Geschäftsführer Norbert Kunz in seiner Begrüßung zusammen: 

 „Was sind eigentlich die großen Herausforderungen in den jeweiligen Feldern der Sustainable Development Goals, in denen wir uns bewegen? Wie kann man diese durch sozialunternehmerisches Handeln mit einer höheren Effektivität erreichen und welche Unterstützungsformen brauchen Sozialunternehmen auf ihrer Mission? Genau dafür haben wir das Global Goals Lab gemeinsam mit der Deutsche Bank entwickelt.“

Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH
Zukunftscamp 2020: Miro Whiteboard (links) & Vorstellung der Speakerinnen (rechts)

Ganz in der Tradition eines Barcamps, schlugen die Teilnehmenden selbst Inhalte vor, über die sie an dem Tag sprechen wollten und gestalteten den Tag so aktiv mit. Neben den drei bereits im Vorfeld vorbereiteten Sessions zu den Themen „Kollektive Führung“ (Maren Drewes, BSPW), „Female Empowerment“ (Maren Heltsche, myclimate/Digital Media Women) sowie „Psychische Gesundheit“ (Nele Groeger, SHITSHOW) brachten die Teilnehmenden insgesamt 24 eigene Themen ein. 

Herzensthema: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Angesichts der anhaltenden Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie, erfreute sich das Thema „Psychische Gesundheit“ besonderer Beliebtheit: Neben der Session von Nele Groeger eröffneten die Teilnehmenden zum gleichen Themenkomplex die Diskussionsrunden „Happiness at Work“ und „Psychische Gesundheit – Entstigmatisierung während Corona“. 

Die Teilnehmenden tauschten sich u.a. darüber aus, wie ein Arbeitsplatz aussehen kann, der die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden fördert. Schnell bildete sich der Konsens, dass dabei vor allem die Umgebung eine wichtige Rolle spielt, dass Überlastung allzu oft normalisiert wird und Führungskräften im Umgang mit den persönlichen Ressourcen eine wichtige Vorbildfunktion zukommt. Als wichtigen Aspekt stellten die Teilnehmenden neben der Präventionsarbeit aber auch die Entstigmatisierung Betroffener heraus:

„Die Frage ist doch: Fühle ich mich sicher, meine psychische Gesundheit zu kommunizieren? Oft lautet die Antwort „Nein“.“ 

Nele Groeger, SHITSHOW

Neben weiteren Themen zur konkreten Vorbesserung der Arbeitswelt waren auch klassische sozialunternehmerische Interessengebiete wie „Finanzierung“ und „Wirkungsmessung“ oder konkrete Anwendungsthemen wie „Social Media“ stark nachgefragt. 

Weitere Zusammenarbeitsphase in „Working Out Loud Circles“

Zum Abschluss des Barcamps stellte Angela Stotz (Deutsche Bank) die Arbeitsmethode „Working Out Loud“ vor, die die Teilnehmenden in der sich dem Zukunftscamp anschließenden Zusammenarbeitsphase in der Praxis ausprobieren können:

„Bei der innovativen Arbeitsmethode bauen die Teilnehmenden ein Netzwerk an persönlichen Beziehungen auf, um selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Dabei treffen sie sich über 3 Monate wöchentlich in Peer-Gruppen von 3-5 Mitgliedern, die sich gegenseitig in ihrem Fortschritt unterstützen. Je diverser ein Team, desto bessere Ergebnisse können hier erzielt werden.“ 

Angela Stolz, Deutsche Bank

Dass das Zukunftscamp ein voller Erfolg war, zeigte nicht nur die bis zum Ende hohe Beteiligung der Anwesenden, sondern auch die abschließenden Kommentare auf dem digitalen Whiteboard: „So spannende Leute, lets stay connected“ oder „Viel mehr Input mit Sogwirkung, als sich erfassen lässt“. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den Input, die spannenden Ideen und den positiven Spirit beim Camp. Es hat auch uns großen Spaß gemacht und wir freuen uns auf die Zusammenarbeitsphase sowie die nächsten Schritte des Global Goals Lab mit euch!